Warum ich nur mit Frauen arbeite

Eine Nachricht. Mitten am Tag. Auf WhatsApp.

„Ich glaube, irgendetwas passt nicht mehr zwischen uns.“

Wir haben zusammengelebt. Eine gemeinsame Wohnung, ein gemeinsamer Alltag, ein gemeinsames Leben – dachte ich zumindest.

Und dann diese Nachricht. Zwischen zwei Terminen. Auf dem Display. Nach über 8 Jahren…

Kein Gespräch. Kein „Lass uns reden“. Kein Moment, in dem wir uns gegenübergesessen und ausgesprochen hätten, was war.

Ich erinnere mich noch genau an das Gefühl danach. „Was heisst das jetzt? Was ist passiert?“
Seine Arbeitskollegin ist passiert. Auf der Weihnachtsfeier. 4 Wochen später ist er ausgezogen.

Nur eine meiner persönlichen Geschichten mit Männern. Ich hab´s ihm übrigens nicht lange übel genommen. Wir haben bis heute Kontakt. Aber ich kenne genügend andere Geschichten, die ganz anders verlaufen sind.


Was ich bei einer guten Freundin erlebt habe

Nur ein Jahr später saß ich mit einer sehr guten Freundin zusammen. Ihre Beziehung ging zu Ende – und ich habe hautnah miterlebt, wie das aussieht, wenn eine Frau merkt, dass sie jahrelang klein gehalten wurde. Immer an allem schuld. Immer „die Doofe“.

Wie viel sie ertragen hatte, ohne dass es gesehen wurde.
Wie oft sie versucht hatte, Dinge anzusprechen.
Und wie einsam sie sich gefühlt hat – mitten in einer Beziehung, in der jemand neben ihr schlief, der sich primär für sich selbst interessierte.

Ich habe damals nicht viel gemacht. Ich war einfach da. Zugehört. Geredet und Mut zugesprochen, zu gehen. Eigentlich nicht mein Ansatz (schöner wäre es Beziehungen zu retten), aber manchmal ist es eben besser, zu gehen. Meine Tür stand ihr offen und so stand sie an einem Freitagabend im Februar vor meiner Tür. Sie blieb 3 Monate und ist nie wieder zu ihm zurückgegangen.

Und etwas hat sich in mir festgesetzt: Das ist kein Einzelfall. Und Frauen sollten nicht so lange festhängen in Beziehungen, die ihr nicht gut tun!


Und dann hörte ich diese Geschichte immer wieder

Seitdem achte ich darauf – und ich höre sie ständig. Von meiner Schwiegermama, in meinem Freundeskreis, bei ehemaligen Kolleginnen, bei Frauen, die ich über Umwege kennenlerne.

Die Details sind jedes Mal andere. Aber das Grundmuster wiederholt sich auffallend oft:

  • Frauen, die alles im Blick haben – die Beziehung, die Familie, den Alltag – und irgendwann merken, dass sie das schon lange allein tun.
  • Frauen, die versucht haben, das anzusprechen, und das Gefühl hatten, nicht wirklich gehört zu werden.
  • Frauen, die ihre eigene Erschöpfung lange nicht ernst genommen haben – weil „es ja allen irgendwie so geht“.

Und genau hier ist mein Punkt: Wenn so viele Frauen ähnliche Erfahrungen machen – mit Erschöpfung, mit Unsichtbarkeit, mit dem Gefühl, in der eigenen Beziehung allein zu sein – dann braucht es auch einen Raum, der genau dafür gemacht ist. Für sie. Für euch.


Warum ich in kleinen Gruppen arbeite – ausschließlich mit Frauen

Ich arbeite bewusst mit kleinen Gruppen. Maximal 6 Frauen. In kleinen Gruppen ist etwas möglich ist, das in großen Runden oft verloren geht: echte Nähe, echtes Zuhören, echtes Verstandenwerden. Du bekommst Zeit und Raum und ich habe die Möglichkeit individuell auf dich einzugehen.

In einer kleinen Gruppe verändert sich die Dynamik sofort, je nachdem, wer im Raum sitzt. Das ist keine Theorie, das erlebe ich immer wieder.

Wenn Frauen unter sich sind, verändert sich etwas Spürbares: Es muss weniger erklärt werden. Es muss nichts relativiert oder abgemildert werden, „damit es niemandem zu nahegeht“. Es darf einfach gesagt werden, wie es ist – auch wenn es um Erfahrungen mit dem eigenen Partner geht. Auch wenn es schmerzt, schwer ist, peinlich oder du verletzt bist. Gerade dann.


Die größere Perspektive

Es gibt noch einen zweiten Grund, warum ich mit Frauen arbeite – und der ist nicht nur persönlich, sondern auch gesellschaftlich.

Frauen tragen in Beziehungen, Familien und im Alltag noch immer überdurchschnittlich viel von dem, was niemand sieht: das Planen, das Mitdenken, das Dafür-Sorgen, dass alles läuft. Das ist nicht meine Meinung, das zeigen Studien zu Mental Load und Sorgearbeit Jahr für Jahr aufs Neue.

Diese strukturelle Schieflage bedeutet für viele Frauen: weniger Raum für sich selbst, weniger Gehört-Werden, mehr Erschöpfung – oft ohne dass sie selbst genau benennen können, woran es liegt.

Genau deshalb möchte ich mit meiner Arbeit dort ansetzen, wo die Belastung besonders groß ist. Mein Angebot ist mein kleiner Beitrag dazu, dass Frauen einen Ort haben, der wirklich für sie gemacht ist.


Mein Gruppen-Programm – ein Raum nur für dich

Wenn du dich in dem, was ich hier beschrieben habe, wiedererkennst – wenn du selbst schon einmal das Gefühl hattest, in deiner Beziehung allein zu sein, obwohl jemand neben dir schläft, oder wenn dir Geschichten wie meine oder die meiner Freundin bekannt vorkommen:

Dann lade ich dich herzlich in mein Gruppen-Programm ein.

Ein geschützter Raum, ausschließlich für Frauen. Ohne dass du dich erklären musst. Ohne dass du Dinge abmildern musst. Mit anderen Frauen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben – und mit mir an deiner Seite.

Mehr zum Gruppen-Programm →


Charlotte Stümer ist Psychologin und begleitet Frauen, die sich in ihrer Partnerschaft erschöpft, unglücklich oder emotional allein fühlen – zurück zu mehr Klarheit, Leichtigkeit und Verbindung.